Ganz ehrlich, überrascht hat mich das Ergebnis des IQB Bildungstrends 2018 für die Neuntklässler an Berliner Schulen nicht. Noch mehr Schüler als 2012 erreichten nicht die nötigen Mindeststandards in Mathematik. Noch mehr Schüler als 2012 rutschten 2018 unter den Mindeststandards in Chemie und Biologie. Im Fach Physik bildet Berlin das Schlusslicht unter den Bundesländern mit dem höchsten Anteil an Neuntklässlern, die den Mindeststandard verfehlten.

Schon spannend, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres vor diesem Hintergrund noch versucht, die Zahlen schön zu reden. Traurig, dass sich der Senat mit Stagnation brüstet und den ungebremsten Abwärtstrend verschweigt. Handeln für bessere Bildung in Berlin ist überfällig.

Wir dürfen Schülerinnen und Schülern nicht die Chance auf gute Bildung vorenthalten

Leider gibt es beim Bildungsniveau an Berliner Schulen weiter einen Trend nach unten. Natürlich gibt es hier viele Kinder mit Migrationshintergrund. Aber es gibt auch einen rot-rot-grünen Senat, der die Schulen in Berlin zum Experimentierfeld für eine ideologisch geprägte Bildungspolitik macht. Dazu gehört das drei Jahre andauernde jahrgangsübergreifende Lernen, obwohl dafür weder genügend Lehrer noch Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, Notengebung erst ab Klasse 4, das Schreiben nach Hören. Neueste Errungenschaft von Frau Scheeres ist das kostenlose Mittagessen für alle – ohne Bedürftigkeitsprüfung. Viele Eltern haben das gar nicht nötig. Es bringt die Schulen an den Rand des Machbaren, weil Küchen und Sitzplätze fehlen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Die Gewinner im IQB Bildungstrend sind die Bundesländer, deren Bildungssystem durch Stabilität geprägt ist und in denen nicht ständig zulasten der Schüler herumgedoktert wird.

Die Leitlinien christlich-demokratischer Bildungspolitik sind individuelle Förderung und Werteorientierung in einem schulischen Umfeld, das durchlässig ist und Leistungsanreize setzt. Wer bessere Bildung will, muss zuallererst beim Personal ansetzen. Die CDU hat dazu ein Sofortprogramm für bessere Bildung auf den Weg gebracht. Darin finden sich Vorschläge, die schnell umzusetzen wären wie:

  • Die Wiedereinführung der Verbeamtung
  • Aktives Werben um Lehrkräfte
  • Quereinsteiger besser qualifizieren
  • Wiedereinführung der Vorschule
  • Gymnasien erhalten und fördern
  • Bessere und frühzeitigere Sprachförderung
  • Einführung von Vergleichsarbeiten und
  • Digitalisierung

Aber R2G fehlt der politische Wille, die Bildungsqualität an den Berliner Schulen zu verbessern. Wer Schülerinnen und Schülern die Chance auf eine gute Bildung vorenthält, verschlechtert ihre Zukunftschancen.